64 von 85

von Admin_cb

Sängerkameradschaft in Ehren

Es wurde eng, denn die zahlreich erschienen Sänger fanden kaum Platz im Zugangsbereich des Saales im Goldenen Ochsen. Dort feierte Franz Prokosch seinen 85. Geburtstag im Kreise seiner Familie. Für die Sängerkameraden ist es eine Freude und ein Bedürfnis zugleich gewesen, ihm zu Ehren zu singen, war er doch fast sein ganzes Leben - 64 Jahre! - aktiver Sänger im 1. Bass, dort eine große stimmlich Stütze und stets zu jeglicher Vereinsarbeit bereit.

Peter Zimmermann, 1. Vorsitzender und Sängervorstand würdigte in einer launigen Rede den Jubilar, der sich nach eigenen Aussagen nicht nur über den Auftritt des Männerchores an seinem Ehrentag freute, sondern auch darüber, dass es gelungen ist, mit neuen Sängern auch die eindrucksvolle Stärke zu bewahren.

 

 

 

 

 

 

Die Rede von Peter Zimmermann im Wortlaut:

Lieber Franz, liebe Edith, sehr verehrte Festgäste,

wir alle vom gesamten Sängerbund möchten Dir heute an deinem Ehrentag ganz herzlich gratulieren, Gesundheit wünschen, aber auch zugleich Dank sagen für Deinen sehr langen engagierten Einsatz vor allem als aktiver Sänger hier beim Sängerbund. Unser guter Sängerwein soll Dich nicht mit Wehmut, sondern mit Freude an die vielen schönen Augenblicke mit Deinen Sängerkameraden erinnern. Auch Dir, liebe Edith, soll dieser Strauß Freude bereiten.

Lieber Franz, Dein Sternzeichen ist der Schütze. Man sagt den Schützegeborenen nach, dass sie rasch die Sympathie anderer Menschen gewinnen. So war es für mich nicht verwunderlich, dass in Deinem 1934er Jahrgang auch Sophia Loren und Brigitte Bardot - die ja zur ersten Garnitur der schönen Frauen zählen - zu finden sind. Ob sich hier zufällig etwas Näheres entwickelt hat, wäre reine Spekulation. Auf jeden Fall kommt noch in dem Sternzeichen Optimismus und Fröhlichkeit vor, das sind alles Eigenschaften, die jene Menschen auszeichnen, die viel und oft singen. Ich glaube, hierzu könnte Deine Liebe Frau Edith mehr dazu sagen.

Wir kommen nicht drum herum, noch ein paar Zahlen zu nennen, die doch aufhorchen lassen, die Vielzahl an Jahren, die Du Deinem Verein, dem Sängerbund, gewidmet hast. Lieber Franz, Dein Eintritt war 1953, nach 25 Jahren wurdest Du 1978 Ehrenmitglied, als aktiver Sänger von 1953 bis 2017 hast Du 39 Sängergläser für fleißigen Singstundenbesuch bekommen - dazu noch 6 Krüge. Kein Wunder haben wir keine Gläser mehr. Also wie man sieht, ein überaus tüchtiger und fleißiger, aktiver Sänger.

Auch wenn man Dich einmal brauchte - sei es bei Straßenfesten, Auswärtsständchen usw. - Du warst immer vorne mit dabei und hast es allen vorgelebt. Somit bist und warst Du für alle jungen Sangeskollegen ein Vorzeigebeispiel. Darüber hinaus wurdest Du 1993 für 40 Jahre, 2003 für 50 Jahre und 2013 für 60 Jahre Sängertätigkeit geehrt. Lieber Franz, die Zahlen sagen es deutlich, zu einer solch enormen Vereinsleistung gibt es nichts mehr hinzu zu fügen - an dieser Stelle hatte ich Applaus vorgesehen. So bleibt mir nur noch Dir mit Deiner lieben Familie und allen Deinen Gästen, einen harmonischen, fröhlichen Verlauf heute Abend zu wünschen.

Den "Chor der Gefangenen", "Pferde zu Vieren traben", "Christrose" und noch Dein Lieblingslied "Weihnachtsglocken" bringen wir nun zu Gehör.

Episode am Rande

Eine ungewollt heitere Einlage gab es ganz zum Schluss. So stand noch das Lied "Weihnachtsglocken" an und Peter Zimmermann verkündete den Sängern, dass die Nummer 3 im Liederbuch nun gesungen würde. Allerdings verstand der Dirigent Bernd Haberstroh '2' und nicht '3'. Fragezeichen in den Gesichtern der Sänger waren schon zu sehen, als der Dirigent den Referenzton angab. Aber man folgte der Vorgabe - nun ja, man versuchte es wenigstens ein, zwei Takte. Es klang nicht wirklich gut. Schmunzelnd wandte sich daraufhin Bernd Haberstroh an das Publikum, nachdem klar geworden waren, dass sich Dirigent und Sänger ausnahmsweise mal nicht einig waren. Umso schöner erklangen dann die "Weihnachtsglocken".

 

 

 

 

 

Zurück