Musikalischer Abschied

von Admin_cb

Fast wäre Pfarrer Bernd Walter, der ab Dezember in Überlingen am Bodensee seine neue Pfarrstelle antritt, dem Sängerbund Bauschlott entwischt. Als nämlich sein Weggang bekannt wurde, planten die Sänger umgehend, an seinem letzten Gottesdienst in Dürrn Ende Oktober aktiv teilzunehmen. Da hatte man aber seine Resturlaubstage nicht auf der Rechnung. Und schon war er erst einmal weg, kam aber wieder, am 11.11. um 9:00 Uhr - wie er eingangs des Gottesdientses beinahe schelmisch betonte.

 

Sängerbund Bauschlott auf Youtube Eine kleine Diashow über dieses Ereignis findet sich auf Youtube - hier einfach klicken.

Als erstes Lied stimmte man „Das Wort heißt Frieden“ (Text und Melodie: Alex Link, Satz: Manfred Bühler) an. Es folgte eine weithin bekannte Volksweise aus Nordamerika, „Amazing Grace“, die nicht ganz ohne Bezug zum Anlass und zum scheidenden Pfarrer Walter gewählt wurde. Beginnt sie doch - gemäß Text von Hermann J. Settelmeyer - mit den Worten: "Wie schön ist doch die weite Welt und wie an Wundern reich ...".

Eine in diesem Jahr von den Sängern intensiv einstudiertes neuzeitliches Stück wurde ganz zum Schluss dargeboten, „Ihr von morgen“ von Udo Jürgens. Darin finden sich viele Wünsche und auch Appelle an zukünftige Generationen, z. B. "... wenn Ihr neu erwacht, vergesst nicht unsre Träume ..." oder "Ihr von morgen habt gefunden, was uns unerreichbar schien ...".

Man glaubte die Gedanken schon ein wenig zu erahnen, die Pfarrer Bernd Walter in diesen Augenblicken durch den Kopf gingen und welche Bilder der letzten 12 Jahre vor dem geistigen Auge vorüber liefen. 

 

Werner Hofmann, 1. Vorsitzender des Sängerbundes Bauschlott, gab Pfarrer Bernd Walter den Dank und viele Wünsche der Sänger mit auf den Weg - in folgendem Wortlaut:

Lieber Herr Pfarrer Walter,
mit diesen Liedern will sich der Sängerbund Bauschlott von Ihnen verabschieden, ein Abschied, der bei uns Bedauern auslöst - hatten wir uns doch in den vergangenen Jahren bei unseren Auftritten am 3. Adventssonntag so sehr an Sie gewöhnt. Sie gaben uns immer das Gefühl, hier in der Kirche willkommen zu sein und mit unserem Auftritt etwas Freude verbreiten zu können. Das lag natürlich an Ihrer Person, ihrer freundlichen und ungekünstelten Art und Ihrer ansteckenden Herzlichkeit. Auf jeden Fall - Sie gaben uns immer das Gefühl, für die Gemeinde mit unserem Auftritt etwas Besonderes, eben ein Highlight, zu setzen.

Und so machte sich, als wir im Sängerbund von der Nachricht hörten, Bedauern breit und man dachte auch sehr schnell zurück an die gemeinsame Zeit und wir kamen so zu dem Entschluss, Ihnen einen musikalischen Abschiedsgruß zu bereiten. Wir haben ja bereits während des Gottesdienstes gesungen. Jetzt haben wir zum Schluss noch ein Lied ausgesucht, mit dem wir uns mal von einer anderen Seite präsentieren möchten - kennen Sie uns doch hauptsächlich mit unseren Weihnachtsliedern - und schließlich sollte der Abschied trotz allen Bedauerns ein fröhlicher sein.

Lieber Herr Pfarrer Walter, der Sängerbund Bauschlott wünscht Ihnen für Ihren weiteren Lebensweg und an Ihrer neuen Wirkungsstätte alles Gute, behalten Sie weiterhin Ihre natürliche Art und ansteckende Fröhlichkeit - dann werden Sie auch dort sehr schnell die Herzen der Menschen gewinnen. Wir verabschieden uns mit einem lachenden und einem weinenden Auge, weinend, wenn wir an die gemeinsame zurückliegende Zeit denken, lachend, wenn wir an Ihre neue Wirkungsstätte denken, liegt sie doch in einer der schönsten Gegenden, die wir in Deutschland haben und das gönnen wir Ihnen von Herzen.

Und zum Schluss noch ein Gedicht von Wilhelm Busch:

Jede Gabe sei begrüßt,
doch vor allen Dingen:
Das, worum du dich bemühst,
möge dir gelingen.


Nach dem Gottesdienst war Händeschütteln angesagt, denn jeder Sänger wollte sich noch ganz persönlich bei Pfarrer Bernd Walter verabschieden. Mit einer Menge an guten Wünschen machte er sich sodann auf den Weg - zum nächsten Termin in seiner "alten" Seelsorgeeinheit, während die Sänger und Kirchenbesucher bei Kaffee und Gebäck noch weiter plaudern konnten.

 

 

 

 

 

 

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