Öffentliche Chorprobe

von Admin_cb

Üben für den Auftritt, es geht auch beides.

Für so manches Lied, das aktuell einen festen Platz im Repertoire des Männerchores hat, brauchte es viele Übungsstunden. Da wird auch mal gehadert, wenn der eine oder andere Ton partout nicht getroffen werden will. Dann hört man in den Singstunden am Montagabend, wie in den einzelnen Stimmlagen mehrmals geübt wird, bis die bewusste Stelle "sitzt". Selbst die erfahrenen Sänger wissen, dass nichts auf Anhieb geht. Dafür sind die Chorproben da und irgendwann stellen sich Sicherheit und ein gutes Gespür für die Melodie ein. Und das macht dann richtig stolz. Das stärkt auch die Gemeinschaft, weshalb man am Ende einer Singstunde gemütlich beisammen sitzt, etwas isst und trinkt und Unterhaltungen über alle möglichen Themen führt.

Was regelmäßig im Vereinsheim des Sängerbundes Bauschlott geschieht, wurde nun erstmals einem interessierten Publikum live vorgeführt. Es war eine Premiere, die öffentliche Chorprobe im Cavaliershof des Bauschlotter Schlosses. Viele Besucher waren gekommen, um an diesem milden Sommerabend unter der mächtigen Linde dem vierstimmigen Männerchor zu lauschen. Gleich zu Beginn dankte daher der Vereinsvorsitzende Werner Hofmann der Gastgeberin und Schlossherrin Angelika von Eckartsberg, dass die öffentliche Chorprobe vor dieser prächtigen Schlosskulisse stattfinden konnte. Sängervorstand Peter Zimmermann überreichte einen Blumenstrauß.

"Froher Sängermarsch" - mit diesem schwungvollen Volkslied begann der Chorabend. Da heißt es gleich am Anfang: „Lasst uns beim Wein fröhlich sein ...“, was Dirigent Bernd Haberstroh zur Bemerkung veranlasste, dass dies natürlich immer erst am Ende einer jeden Singstunde wörtlich genommen wird. Das 2. Lied des Abends war „Mein Bauschlott“, die Hymne an den Heimatort. Dieses kannten freilich einige Besucher nicht, stimmten aber nach Aufforderung des Dirigenten bald ein. Wieder etwas gelernt, wird die eine oder der andere gedacht haben.

Dass Gesang natürlich auch einfühlsam sein kann, wurde mit Franz Schuberts „Im Abendrot“ spür- bzw. hörbar. Während sich die Sonne schon neigte, erfüllten sanfte Klänge den Innenhof des Schlosses und die Besucher lauschten durchaus beeindruckt den Sängern.

Dem Publikum war an diesem Abend aber nicht nur die Zuhörerrolle zugedacht. Sehr bald band der Dirigent Bernd Haberstroh die Besucher ein. So durften sie die erste Strophe des bekannten Volksliedes „Am Brunnen vor dem Tore“ singen, bevor der Chor dann die beiden weiteren Strophen zum Vergleich vierstimmig vortrug.

Mehr und mehr bekam die Chorprobe den Charakter eines Sommerkonzertes im Freien: das „Lied der Berge" – wohl besser bekannt unter dem Titel "La Montanara", ein beschwingtes „Sing mit mir“ nach dem Original „Ain’t she sweet“ und schließlich der “Chor der Gefangenen“ aus Guiseppe Verdis berühmter Oper „Nabucco“. Letzteres erklang gleich zweimal, weil es der Wunsch von Michael Hartlich für das Ständchen zu seinem Geburtstag war. Und für Dieter Schmalenberger trug der Männerchor aus gleichem Anlass noch "Pferde zu vieren traben" vor.

 

 

 

 

 

 

 

 

Dem Sängervorstand Peter Zimmermann war es schließlich ein sichtliches Vergnügen, mit seinem Akkordeon - in gewohnter Manier - noch weitere Lieder zum Ausklang zu spielen. Für das Publikum lagen Liedtexte bereit und man sang fröhlich und kräftig bis in den Abend hinein.

 

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